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Verbale Verteidigung  Verfasst: Dienstag, den 15. Dezember 2009 22:45

blaBegrüße die Dinge, vor denen du Angst hast und beeindrucke sie mit etwas Unerwartetem. Sei kreativ und klug. Mach nichts wofür du ein Echo erwarten würdest. Das heißt, wenn es beleidigend ist, dann muss es umhauen. Etwas, was der andere nie erwarten würde, ist effektiver als sich einfach nur zu verteidigen. Aber wichtig ist auch, dass man die Situation richtig einschätzt und dass der Rückschlag berechtigt ist. Er sollte nie so heftig sein, dass du dafür bestraft werden könntest. Möglichst keine Drohungen. Wenn eine Situation wiederholt auftritt, kann man sich vorher Sätze ausdenken die man das nächste Mal sagt. Manchmal muss man ein loses Mundwerk haben, besonders unter jungen Menschen. Das Ziel sollte sein, dass das Gegenüber nichts zum Erwidern findet. Dabei sollte man keine Angst zeigen.

Ältere kann man manchmal in die Ecke drengen, indem man ihr Verhalten und Äußerungen anasyliert und feststellt, ob sie logisch, berechtigt und förderlich für alle Beteiligten sind. Wenn nicht, legt man die Karten ungeniert auf den Tisch und wartet die Antwort ab. Wenn eine Antwort kommt, wird diese wieder analysiert und beim nächsten Wiedersehen wird die Gegenreaktion preisgegeben. Oder auch schon sofort. Je nach dem wie schnell man auf eine Lösung kommt. Man wird sehen, dass selbst Erwachsene manchmal einfach nur ihren Willen durchsetzen wollen ohne besonders gute Gründe zu haben. Leider sind die Antworten des Gegenübers nicht immer unlogisch oder unberechtigt. Manchmal muss man auch die weiße Fahne schwenken. Aber das gehört zum Leben dazu. Man hat nicht immer Recht.

Gerade dieses Analysieren wirkt immer gut, auch jungen Menschen gegenüber. Man spricht oft von der 'grausamen Wahrheit'. Sachen wie 'deine Muddaa' hat man schon viel zu oft gehört. Mutterwitze sind ausgelatscht und meist nichts weiter als lustig. Es zeigt zwar, dass einem die Situation relativ egal ist, aber es bringt das Gegenüber nicht zum schweigen. Sei unverschämt. Nutze seine Schwächen so aus, dass er platt ist. Aber wie gesagt, es ist alles situationsbedingt. Wenn du nicht wirklich engegriffen wurdest, hast du kein Recht auf Verteidigung. Und wenn einer mit einem Messer oder irgendeiner anderen Waffe vor dir steht, ist ja klar.. wär dumm, dann ein freches Mundwerk zu haben. Aber auf verbaler Ebene kann man schon viel erreichen, wenn man nur die richtigen Worte findet. Manchmal ist eher Reden Gold und nicht Schweigen. Wichtig ist, dass man seinen Gesprächspartner gut einschätzen kann. Dazu muss man eine gewisse Menschenkenntnis haben. Und gerade deshalb ist Psychologie nicht zu unterschätzen. Viele Reaktionen sind vorhersagbar. Das ist auch ein Grund, weshalb ich gerne sage, dass das Leben eine Schule ist. Man lernt nie aus und man sollte so viel wie möglich mit nehmen auf seinem Weg.

Menschen können dir vielleicht nicht deine Seele nehmen, aber deine Würde sehr wohl. Und wenn du sie nicht mehr wiederbekommst und der Zustand andauert, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass du krank wirst. Es ist nicht so einfach wie in der Bibel, dass du deine andere Wange darlegst. Es ist vielleicht gut in dem Sinne, dass du ein gutes Vorbild bist, keine Gewalt angewendet hast und du dein Hemd (deine Ehre) nicht beschmutzt hast. Aber dein Gegenüber wird es wahrscheinlich schamlos ausnutzen und drüber Lachen wie dumm du bist, weil du gar nichts tust. Unter Jugendlichen passiert das häufig. Und die Seele hat er dir vielleicht nicht genommen, aber Seelen oder Herzen können mit der Zeit schwärzen. Und das kommt durch nichts anderem als Ungerechtigkeit. Einem Ungleichgewicht der Rechte. Ob zu viele oder zu wenig ist da egal. Wenn man sich dem ohne Widerstand hingibt - zum Beispiel in der eigenen Erziehung oder wenn diese Situation von langer Dauer ist - wird man unweigerlich zum Arschloch oder zu jemandem, den andere irgendwann vielleicht mal für sein Tun verachten werden. Deine eigene Angst bedeutet Macht für jemand anderen. Es verleiht ihm Macht über dich. Und es gibt Assgeier unter den Menschen, die sowas ausnutzen; weil Angst bedeutet, dass du schwächer bist. Man kann dich dadurch kleiner machen als du denkst. Kleiner als du eigentlich bist. Und Kriechen und Dreck fressen ist ungesund; für den Körper, der Psyche und der eigenen Entwicklung.

 

"And you should know that the lies won't hide your flaws. No sense in hiding all of yours. You gave up on your dreams along the way. Yeah."

"Fake it, if you're out of direction. Fake it, if you don't belong here. Fake it, if you feel like infection. Woah, you're such a
fuckin' hypocrite."

(Seether)

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Echos  Verfasst: Freitag, den 11. Dezember 2009 14:46

blaWer andere ungerecht behandelt, verursacht dabei negative Energie. Negative Emotionen. Und diese Emotionen können negatives Handeln oder Krankheiten (physisch oder psychisch) hervorrufen, je nach der Intensivität, wenn sie nicht richtig verarbeitet werden. Im Grunde haben wir die Antworten schon in unserer Sprache:

Wie man in den Wald hineinruft, schallt es wieder raus.
Wer anderen ein Loch gräbt, fällt selbst hinein.

Wer etwas sagt oder tut, muss vorher die Konsequenzen bedenken. Vielleicht kriegt man das Echo selbst nicht mal ab, aber es kann dabei eine Kettenreaktion entstehen. Einer läd seinen Scheiß bei einem Anderen ab, pruduziert dabei noch mehr Scheiße und wenn der Andere die Kette nicht unterbricht, wird er widerum seinen Scheiß wieder bei einem Anderen abladen. Und die Konsequenz dabei ist eine Welt voller Stoffwechselendprodukte.

Im Grunde ist Ungerechtigkeit relativ. Sie sieht in jedem Auge anders aus weil nicht jeder alles von sich preisgibt. Jedes Tun hat schließlich eine Geschichte. Wichtig ist, die richtigen Gefühle und Reaktionen am richtigen Ort rauszulassen. Und das in einem angemessenen Außmaß. Ohne körperliche Gewalt. Die Welt ist oft voller Illusionen. Manchmal fühlt man sich auch ungerecht behandelt, obwohl man nur konstruktive Kritik bekommen hat oder es diesmal vielleicht sogar verdient hat. Manchmal ist man so in vergangenen Ungerechtigkeiten gegen einen selbst so versunken, dass man die Realität nicht mehr klar erkennen kann. In einem solchen Fall sollte man vielleicht erstmal inne halten oder das "Schlachtfeld" vielleicht zunächst sogar verlassen um zur Ruhe zu kommen und darüber nachzudenken. Jeder Mensch macht mal Fehler. Das ist keine Schande. Eine Schande wär es erst, wenn man sie nicht erkennen will und sie nicht zugibt. Es gibt Menschen die denken, wenn man keine feste Meinung hat oder seine Meinung ab und zu ändert, ist man nicht mehr glaubwürdig. Aber das ist absoluter Unsinn. Wir entwickeln uns schließlich andauernd weiter und man hat einfach nicht immer Recht. Fehler zuzugeben trägt zum Fortschritt in die richtige Richtung bei. Dann gibt es wieder Menschen, die an sichselbst Fehler sehen, die gar keine sind.. Aber das ist eine andere Geschichte.

Manchmal entstehen Ungerechtigkeiten auch aus Angst. Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren oder in der Rangfolge der Gruppe zu sinken. Oder die Angst, dass man aufzeigen könnte, dass man schwächer ist. Aber es gibt immer einen besseren Weg den man gehen kann. Einen Ehrevolleren.

Manchmal braucht man auch einen anderen Menschen, eine Vertrauensperson, die einem vorsichtig sagt, was genau schief läuft. Weil man das Ganze oft nicht objektiv beurteilen kann, wenn man mitten drin sitzt. Wichtig ist eben nur, dass man offen ist für andere Möglichkeiten. Und dieser Satz ist sehr vielfältig verwendbar. Andere Möglichkeiten, Sichtweisen, Weltbilder, Wege... Manchmal muss man auch mal quer denken um auf bessere Lösungen zu kommen als die bisherigen. Lösungen, die einen selbst schützen und auch Nichtbeteiligte nicht in Gefahr bringen, ohne überzureagieren.

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Würde und Respekt  Verfasst: Donnerstag, den 10. Dezember 2009 20:56

ThereAuf Stolz kann man verzichten. Aber wenn man seine Würde verliert und sie nicht zurückbekommt, dann wird man unweigerlich den Verstand verlieren. Man kann sich nicht mehr gerade aufrichten, man verliert sichselbst. Man schiebt die Schultern hoch, krümmt den Rücken. Entwickelt womöglich wunderliche oder sogar aggressive Gedanken, die man aber niemanden mitteilt, um nicht noch weiter ausgestoßen zu werden. Man wird womöglich einsam und im Kopf entsteht eine eigene Welt mit eigenen Gesetzen. Man kann Würde imitieren, aber sie muss nicht zwingend existent sein. Wut und Hass werden von Tag zu Tag größer und irgendwann, wenn man sich nicht mehr unter Kontrolle hat und genügend Mut in sich trägt, wird womöglich bald der Tag kommen, an dem man sich seine Würde zurückholt. Wer einem Menschen die Würde nimmt, darf sich nicht fragen, warum er letztenendes geschlagen wird. Menschen können einstecken, aber nicht für immer. Und wenn der Turm tatsächlich mal umstürtzt, werden nicht nur Unschuldige von den Trümmern verletzt. Das ist Selbstjustiz und keiner kann sagen, dass es keinen Grund gibt. Es gibt für alles was Menschen tun einen Grund und eine Geschichte. Menschen sind wie sie sind weil sie erlebt haben was sie erlebt haben. Es gibt sinnlose Taten, aber diese resultieren auch nur aus anderen Taten. Es ist eine ellenlange Kette aus menschlichen Dummheiten, Ängsten und Verzweiflung die immer weiter gegeben werden.

Das bedeutet im Grunde, dass man sich hüten sollte, blind in der Welt umherzulaufen und zu sagen und zu tun was man will. So wie man in den Wald hineinruft, schallt es auch wieder heraus. Manchmal sogar grausamer als man es gerne hätte.. So ist die Natur des Menschen.. Würde und Respekt sind keine Einbahnstraßen. Es ist lebenswichtig, sich diesen Satz einzuprägen. Man muss Menschen nicht lieben, aber man kann sie zumindest gut behandeln.

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Yay Menschenrechte  Verfasst: Donnerstag, den 10. Dezember 2009 17:08

blaHeute ist Tag der Menschenrechte. Und weil Menschenrechte so toll sind, kriegen se heute nen extra Beitrag hier.

„Jeder Mensch hat Anspruch auf die hiermit garantierten Menschenrechte und Freiheiten, ohne irgendeine Unterscheidung, wie etwa nach Rasse, Farbe, Geschlecht, Sprache, Religion, politischer und sonstiger Überzeugung, nationaler oder sozialer Herkunft, nach Eigentum, Geburt oder sonstigen Umständen."


Bürgerliche und politische Rechte

Persönlichkeitsrechte (grundlegende Rechte)

- Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit
- Schutz vor Folter, Menschenversuchen ohne Einwilligung des Patienten, vor Zwangssterilisation und Zwangskastration, Schutz vor Körperstrafen und Prügelstrafen sowie Schutz vor entwürdigender oder erniedrigender Behandlung (wie beispielsweise Ehrenstrafen), Abschaffung der Züchtigung in Erziehung und Schule

Freiheitsrechte

- Recht auf Freiheit, Eigentum und Sicherheit der Person
- Allgemeine, nur durch Gesetz beschränkbare Handlungsfreiheit
- Freiheit von willkürlichen Eingriffen in die Privatsphäre (Wohnung, Briefgeheimnis etc.)
- Persönlichkeitsrechte
- Meinungsfreiheit
- Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit
- Reisefreiheit
- Versammlungsfreiheit
- Informationsfreiheit
- Berufsfreiheit

Justizielle Menschenrechte

- Wirksamer gerichtlicher Rechtsschutz bei Rechtsverletzungen
- Gerechtes Verfahren vor einem unabhängigen und unparteiischen Gericht mit gesetzlichen Richtern
- Anspruch auf rechtliches Gehör (audiatur et altera pars)
- Keine Strafe ohne vorheriges Gesetz (nulla poena sine lege)
- Unschuldsvermutung (in dubio pro reo)

Soziale Menschenrechte

- Recht auf Selbstbestimmung
- Gleichberechtigung von Mann und Frau
- Recht auf Arbeit und angemessene Entlohnung
- Recht auf Gründung von Gewerkschaften
- Schutz von Familien, Schwangeren, Müttern und Kindern
- Recht auf einen angemessenen Lebensstandard, einschließlich angemessener Nahrung
- Recht auf den besten erreichbaren Gesundheitszustand
- Recht auf Bildung
- Recht auf Teilhabe am kulturellen Leben

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenrechte

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Von Verrücktheit, Erziehung und der marionettenhaften Erscheinung des Menschen  Verfasst: Dienstag, den 08. Dezember 2009 21:11

blaEin Mann sitzt in einem Bus. Die Kleidung ein Wenig unpassend, das Hemd hat vielleicht ein Paar Flecken. Man stellt fest, dass er mit sichselbst redet. Die Meisten beginnen sich zu wundern, starren ihn an, manche kichern. Machen womöglich Witze.

Was passiert, wenn einer dieser kichernden Menschen einmal in ein Irrenhaus kommt? Wird er sich an diesen einen Mann erinnern? Wird er sich dann schämen? Na und ob!

Sowas kann jedem passieren. Wir stehen im Grunde alle auf der Warteliste. Die Meisten haben nur Glück weil ihnen noch nichts passiert ist was sie aus der Bahn geworfen hat. Macken hat jeder. Aber wenn ein Problem auftaucht, mit dem man nicht umgehen kann, wird man unweigerlich seine Macken ausweiten oder abnorme, vielleicht auch kontraproduktive Methoden entwickeln um zu überleben.

Verrücktheit bedeutet nicht, dass du nichts mehr mitkriegst von deinem Umfeld. Du wirst viel mehr mitkriegen als dir lieb ist. Und du wirst womöglich nicht mal merken, dass du reif für eine Anstalt bist. Alles um dich herum ist verändert. Farben sind vielleicht viel intensiver, und Lärm wird womöglich lauter als sonst sein. Das nennt sich Reizüberflutung. Diese wird durch einen Überschuss an Dopamin im Gehirn verursacht. Durch das überproduzierte Dopamin werden Sinnesreize stärker ins Gehirn geleitet. Und das kann zu Kurzschlüssen führen. Wahnideen, Wahnvorstellungen, Paranoia, Halluzinationen (u.A.). Es gibt Menschen, die sehen Dämonen. Andere hören Stimmen, die sie anschreien oder beleidigen. Sie entwickeln manchmal Theorien darüber. 'Warum passiert mir das? Warum kriegen die Anderen nichts von dem mit?' Die Stimmen können so real klingen wie Echte. Daher beginnen manche Patienten zu denken, man spiele ihnen einen Streich (Wahnideen). Beobachtungsfantasien sind nicht selten ('Sind da Kameras versteckt?'). Manche denken, es wäre eine große Verschwörung gegen sieselbst (Paranoia). Weil einfach alle mitzumachen scheinen.

Das Wort 'verrückt' wird in der Psychiatrie eigentlich nicht benutzt. Viel eher das Wort 'ver-rückt' (von der Realität ent-rückt). Und als krank und behandlungsbedürftig werden Menschen erst bezeichnet, wenn sie durch ihre 'Macken' oder Symptome einen gewissen Leidensdruck erfahren. Zwangseingewiesen kann man werden, wenn man eine Gefahr für sichselbst (suizidal) oder für Andere ist. Wenn es um Schizophrenie geht.. die Meisten mit dieser Erkrankung sind eher harmlos.

Um etwas Positives zu diesem Phänomen zu sagen.. Viele von diesen Kandidaten sind hochintelligent und sehr kreativ. Im Thema Autismus gibt es zum Beispiel die Bezeichnung 'Idiot Savant' (idiotische Wissende). Davon haben sicher schon die Meisten gehört. Manche Autisten haben ein fotografisches Gedächtnis oder merken sich einfach alles was sie hören und können es genauso widergeben. Man sagt auch 'Wahnsinn und Genie liegen oft nah beieinander'. Viele psychisch Kranke haben Abi gemacht. Viele haben einen überdurchschnittlichen IQ oder sind kreativ und sehr begabt. Sie zeichnen, malen, schreiben, machen Musik.. Ich kannte mal einen, der hatte so ein dickes Buch über Medikamente. Der konnte dieses Ding auswendig! Die Namen der Medis, wogegen sie helfen, Nebenwirkungen, Hauptwirkstoffe..

Psychisch Kranke sind keine Nebenprodukte. Sie wirken womöglich anders, sprechen anders, sehen anders aus.. Aber wenn sie sich ein besonderes Thema für sich ausgesucht haben, können sie so manche gesunde Menschen um längen übertrumpfen. Manche sind sehr leidenschaftlich und können faszinierende Freunde sein mit Eigenschaften, die eine wahre Freundschaft ausmachen. Ich spreche hier nicht von allen. Es gibt immer Ausnahmen. Es gibt auch sehr aggressive Leute unter ihnen. Aber man sollte ein paar schlechte Erfahrungen nicht als Maß für alle psychisch Kranken nehmen. Manche sind nur aggressiv, weil sie Ungerechtigkeiten sehen die vielleicht gar keine sind. Andere haben Wahnvorstellungen oder Halluzinationen und meinen, jemand anderen oder sichselbst beschützen zu müssen.

Aber im Grunde gibt es kaum einen Anlass dazu, Angst vor ihnen zu haben, solange sie nicht sadistisch veranlagt sind. Man muss nur vorsichtig mit ihnen umgehen. Und wenn man es doch mit der Angst zu tun bekommt, geht man eben irgendwo hin wo es ruhiger ist. Borderliner können zum Beispiel sehr impulsiv sein. Manchmal explodieren sie und überreagieren. Sie sind sehr emotional. In dem Fall, ruhig bleiben, nicht reizen und besser aus dem Weg gehen. In ruhigeren Momenten kann man auch wieder normal mit ihnen reden.

Es gibt da noch die Fälle, von denen man in der Zeitung liest oder in den Nachrichten hört. Aber das sind hauptsächlich Einzelfälle. Es gibt genauso gesunde Menschen die töten oder schlimme Dinge tun. Wo nun 'gesund' aufhört und 'krank' wirklich beginnt, bleibt vielleicht Ansichtssache. Juristisch gesehen sind anscheinend nur diejenigen krank und unzurechnungsfähig, die nicht mehr klar bei Verstand sind und nicht wissen was sie tun. Nicht aus freiem Willen handeln. Im Grunde ist kein Mensch sündenfrei und man muss nicht gestört sein um etwas zu tun was andere verurteilen würden.

Es ist eine Frage der Weltsicht und der eigenen ethischen Vorstellungen. Und diese sind durch die Vergangenheit geprägt. 'Gut' oder 'böse' gibt es in der Natur nicht wirklich. Nur der menschliche Versuch, universelle Regeln zu finden um gut miteinander auszukommen. Aber beide Wörter haben in jedem Verstand eine andere Bedeutung. Es gibt universelle Regeln. Wenn sich alle daran halten würden gäbe es kaum absichtlich verursachte Probleme. Aber jeder bewertet diese Regeln anders. Das ist das eigentliche Problem. Die Lösung liegt in der Vergangenheit eines Menschen. Im Besonderen die Kindheit. Wenn man Kinder richtig prägt und kein großer Störfaktor (falsche Freunde, Mißbrauch ect.) von Außen (Umfeld) eindringt der sie dauerhaft oder vielleicht für immer aus der Bahn wirft, wird die Wahrscheinlichkeit sehr groß sein, dass das ziemlich angenehme Mitmenschen werden, die gut mit ihrem Leben und Problemen zurecht kommen.

Zur Erziehung eines Kindes gehören nicht nur die Eltern, sondern jeder der Kontakt mit ihm hat. Die Verantwortung liegt in den Händen eines Jeden, der mit Kindern in irgendeiner Weise zu tun hat. Weil jede Erfahrung einen Menschen prägt. Und wenn wir wollen, dass Kinder gute Werte in sich tragen, müssen wir sie ihnen vermitteln. Und wo das Elternhaus versagt, kann vielleicht ein Nebenstehender helfen. Es ist daher sehr vorteilhaft, über Psychologie und die Natur des Menschen bescheit zu wissen. Es geht ja noch weiter.. Die Entwicklung hört ja beim Erwachsenwerden nicht auf. Wir sind im Grunde alle Produkte unserer Gene und unseres Umfeldes. 50% der Persönlichkeit besteht aus den Informationen, die uns unsere Gene mitgeben. Weitere 25% aus dem, was wir im Mutterleib erfahren. Die restlichen 25% resultieren aus dem, was nach der Geburt passiert. Wir sind Marionetten die nach Erbgut und vergangenen Erfahrungen tanzen. Hilf einen Menschen, sein Weltbild richtig zu entwickeln und er wird handeln und entscheiden wie er soll.

Nun könnte man wieder darüber diskutieren, ob ich als einzelner Mensch überhaupt dazu beitragen kann, dass die Welt besser wird.. Auf diese Frage könnte man mit der Gegenfrage antworten 'Was wäre, wenn du es nicht tust?' oder "Was, wenn es keiner tut?'. Wir sind alle Glieder einer langen langen Kette namens Menschheit. Als einzelnes Glied kann man mehrere Dinge tun. Als Vorbild dienen zum Beispiel. Wenn man mit vielen Menschen zu tun hat, wird man viele erreichen können. Und wenn es auch nur das eigene Kind ist.. Mitmenschen oder nächste Generationen werden davon profitieren können. Eine einzelne Handlung kann ganze Kettenreaktionen auslösen.

 

"Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist.
Es wär nur deine Schuld wenn sie so bleibt."
(Die Ärzte)

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